Die wichtigste Zielsetzung des Instituts ist die Bewusstmachung der Not an metaphysischer Besinnung auf allen Gebieten der Wissenschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Dabei stört sich das Institut hauptsächlich an der Unprofessionalität der gängigen akademischen Metaphysikkritik, die teilweise von einer ungeheuren Schlichtheit zeugt. Und weil auch die großen Weltreligionen sich zu oft von dieser oberflächlichen, aber wissenschaftlich prämiierten Metaphysikkritik oder auch von fundamentalistischen und anderen fanatischen Tendenzen in der religiösen Lehre beeinflussen lassen, hat eine Philosophie metaphysischen Zuschnitts in unserer Zeit eine besondere Verantwortung für die Belebung der Prinzipien, die jeder denkbaren Demokratie zugrunde liegen.

Diese zentrale Zielsetzung will das Institut in einer Reihe von Aktivitäten konkret verwirklichen.

1. Durch wissenschaftlich hochwertige Publikationen. Dazu wurde die Serie Acta Launiana gegründet. Der ersten Band erschien im Jahr 2000 und diskutiert über die Grundlagen einer aktuellen Rehabilitation der metaphysischen Qualitäten in den Wissenschaften. Der zweiten Band wird im Sommer 2004 erscheinen. Es handelt sich um eine sehr gründliche Studie über die Minderheitenproblematik in Mitteleuropa. Eine historisch erschöpfende Darstellung führt zu der Hypothese der wahrscheinlichen Unersetzbarkeit  einer elementaren nationalen Homogenität für die Bildung demokratischer Denkformen und der praktisch‑konkreten demokratischen Einstellungen, in denen plurale Weltanschauungen erst gesellschaftlich akzeptabel werden können. Im Herbst 2004 wird auch ein Band erscheinen über die Aktualität der Hegelschen Dialektik, in der 15 angesehe Hegelforscher die Aktualität des letzten großen Metaphysikers beleuchten. In Vorbereitung ist auch ein Band über Recht zwischen Macht und Moral. Ein Desiderat blieb allerdings bis jetzt die Bildung einer Gruppe von Physikern oder physikalisch Vorgebildeten, die die Unvorstellbarkeit der quantummechanischen Wirklichkeit als die spezifisch physische Variante der Absurdität des Metaphysischen heraustellen würde.

2. Alljährlich organisiert das Institut im Monat April (Monat der Philosophie) ein nächtliches Symposium, "Die Nachteule" genannt, das jedes Jahr einem besonderen Thema gewidmet ist. In 2003 war das Thema: "Nationalität, Identität und Loyalität" und in 2004 "Erstickende Regelgebung und Demokratie."

3. In November wird zur Feier des Dies Natalis des Instituts ein prominenter, dem Geiste des Instituts nahe stehender Redner für die "Von Laun Lesung" eingeladen.

4. Weiter organisiert das Institut regelmäßig Kurse und Vortragsreihen.